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„Lehrling des Monats Mai“ ist Kim Kabamba

Aktualisiert am
13.05.2026
Berufskategorie
Lehre
Lesezeit
4

Die Wahl für den „Lehrling des Monats Mai“ fiel auf Kim Kabamba, die eine Ausbildung zur Seilbahn- und Elektrotechnikerin absolviert.

Für Kim Kabamba war schon früh klar: Ihr Berufsweg soll dorthin führen, wo andere Urlaub machen. Die gebürtige Baden-Württembergerin hat ihre Leidenschaft für die Berge zum Beruf gemacht und ist dafür vor vier Jahren nach Zell am See gezogen. Dort startete sie ihre Ausbildung zur Seilbahn- und Elektrotechnikerin.

Aufgewachsen in der Nähe von Heidelberg, übten die Berge schon immer eine besondere Faszination auf Kim aus. Ein Familienurlaub in den kanadischen Rocky Mountains entfachte ihre Begeisterung endgültig. Nach erfolgreichem Abitur und einer zweijährigen Ausbildung bei den Gebirgsjägern der Deutschen Bundeswehr in Bad Reichenhall während der Corona-Zeit wurde klar: Ihre berufliche Zukunft liegt woanders. Auf der Suche nach einer beruflichen Tätigkeit mit Bergbezug stieß die wissbegierige Kim auf den Lehrberuf Seilbahntechnik und fand damit ihren Weg nach Zell am See zur Schmittenhöhebahn AG. „Die Kombination aus Technik, praktischer Arbeit und der Natur ist für mich ideal. Beruf und Freizeit greifen hier perfekt ineinander“, so Kim.

Angekommen im Pinzgau

Auch sprachlich hat sich Kim schnell eingelebt: Der Pinzgauer Dialekt stellte anfangs zwar eine Herausforderung dar, doch mit Humor und einem „Pinzgauerisch-Deutsch-Wörterbuch“ meisterte sie auch diese Hürde. Stillstand ist für die sportliche Allrounderin ohnehin keine Option: Früher im Damenfußball aktiv – sowohl als Spielerin als auch als Schiedsrichterin – ist sie heute begeisterte Kletterin, Paragleiterin im Verein Ikarus und engagiertes Mitglied der Bergrettung Zell am See. „Ehrenamt war mir immer wichtig. Ich möchte etwas zurückgeben – mir geht es gut, und das möchte ich auch weitergeben“, sagt Kim. Damit ist sie ein inspirierendes Vorbild für junge Frauen, insbesondere in technischen Berufen. Ihre Erfahrungen teilt sie gerne und stand zum Beispiel auch im Rahmen eines Workshops der Kompass Bildungsberatung für Mädchen für ein Interview zu Ihrem Ausbildungsweg zur Verfügung.

Bei der Auszeichnung (v. l.): Hannes Mayer (Prokurist und technischer Leiter), WKS-Direktor Gerd Raspotnig, WKS-Präsident Peter Buchmüller, Lehrling Kim Kabamba, Landesrätin Daniela Gutschi, Erich Egger (Vorstand Schmittenhöhebahn AG), Martina Plaschke (WKS) sowie Christian Mayr (Leitung HR/Personalwesen Schmittehhöhebahn AG). © WKS/Hechenberger

Junge Frau mit Vorbildwirkung

„Mit ihren herausragenden Leistungen in Betrieb und Berufsschule, großer Wissbegierde und ausgeprägtem technischem Verständnis hat sich Kim diese Auszeichnung mehr als verdient. Ihr Engagement geht weit über das Erwartbare hinaus – besonders beeindruckend ist auch ihr sozialer Einsatz bei der Bergrettung. Sie verbindet fachliche Exzellenz mit Verantwortungsbewusstsein und besonderem Einsatz für die Gemeinschaft“, schwärmt Personalleiter Christian Mayr.

„Kim ist eine beeindruckende, junge Frau, die genau weiß, was sie will, ihre Träume zur Realität macht. Damit man neben einer Doppellehre auch noch ein technisches Studium absolviert und in der Freizeit auch noch die Bergrettung unterstützt, dazu gehört eine große Portion Engagement und Leistungsbereitschaft“, betonte auch Landesrätin Daniela Gutschi bei der Auszeichnung.

Wissensdurst inklusive

Zusätzlich zu ihrer Lehre startete Kim vor zwei Jahren ein Fernstudium in Elektro- und Informationstechnik. „Ich bin einfach neugierig und lerne gerne“, sagt sie schmunzelnd und bezeichnet sich selbst augenzwinkernd als „kleinen Nerd“.

Ihre Leistungen sprechen für sich: Alle Jahrgänge in der Berufsschule schloss sie mit Auszeichnung ab, ebenso wie die die Lehrabschlussprüfung in Seilbahntechnik, die sie im Februar absolvierte. Jene in Elektrotechnik folgt Ende des Sommers.

Auch musikalisch hat Kim ein neues Talent entdeckt: Während der Berufsschulzeit nahm sie an einem Gitarrenkurs teil – und möchte sich nun mit dem „Wunscherfüller“ eine eigene Gitarre anschaffen.