„Wir haben einen landwirtschaftlichen Betrieb zuhause, und als Kind habe ich schon immer sehr viel bei den Traktoren herum gewerkt und das hat mich immer interessiert, darum habe ich dann den Beruf Landmaschinentechniker gewählt.“
Franz Felberbauer, Lehrling, in einem Interview aus: AMS your job, 2005.
Land- und Baumaschinentechniker*innen im Schwerpunkt Landmaschinen sind mit Service-, Wartungs- und Reparaturarbeiten an allen Fahrzeugen, Maschinen und Anlagen befasst, die in der Land-, Forst- und Gartenwirtschaft zum Einsatz kommen, z. B. Traktoren, Pflüge, Streuer, Sämaschinen, Pflanzgeräte, Erntemaschinen, Mähgeräte, Ladewagen, Stall-, Silo-, Futter- und Reinigungsanlagen, Lager- und Transporteinrichtungen. Im Rahmen von Wartungs- und Reparaturarbeiten kontrollieren Landmaschinentechniker*innen die landwirtschaftlichen Fahrzeuge und Maschinen mit digitalen, analogen und elektronischen Mess-, Test- und Prüfgeräten und Prüfanlagen, wie z. B. Motorprüfstand, Abgastester oder Batterietestgerät.
Sie überprüfen die Funktionstüchtigkeit von Motoren, Elektronik und Hydraulik sowie der Licht- und Bremsanlagen. Elektronische Störungen suchen sie mit entsprechenden Messgeräten. Sie stellen Fehler und Mängel fest, reparieren fehlerhafte Bauelemente oder ersetzen schadhafte Bestandteile durch neue. Sie zerlegen die Bauelemente, reinigen sie und führen an ihnen Fehlermessungen durch. Bei der Reparatur fehlerhafter Bauelemente oder bei Arbeiten an Karosserien kommen verschiedene Metallbearbeitungstechniken (z. B. Bohren, Feilen, Schleifen, Schweißen, Sägen, Fräsen) zum Einsatz. Nach der Reparatur führen sie abschließend Funktionskontrollen durch. Sie nehmen elektrische, pneumatische, hydraulische und kälteanlagentechnische Nachjustierungen und Umstellungen vor, z. B. an Elektromotoren, Spannungserzeugern, Hydraulikpumpen, Ventilen und Zylindern, erfassen technische Daten und dokumentieren diese in Betriebsbüchern und Wartungsprotokollen.
Eine immer größere Bedeutung bekommen Wartungs-, Prüf-, Montage- und Servicearbeiten an digitalen und elektronischen Bauteilen und Komponenten wie z. B. Onboard-Systeme, Motormanagementsysteme, Sicherheits-, Komfort- und Kommunikationselektronik oder GPS und Navigationsgeräte.
Ein weiterer wichtiger Aufgabenbereich ist die Betreuung von automatischen, digitalen Anlagen in landwirtschaftlichen Wirtschaftsgebäuden, z. B. Fütterungs- und Entmistungsanlagen, Förderbänder, Hebevorrichtungen oder Abfüllanlagen, an denen die Landmaschinentechniker*innen in regelmäßigen Abständen Service-, Ein- und Umstellarbeiten durchführen. Auch dabei kommen elektronische Messgeräte zur Fehlerdiagnose zum Einsatz. Darüber hinaus schulen Land- und Baumaschinentechniker*innen ihre Kunden und Kundinnen in der Handhabung der landwirtschaftlichen Maschinen, Geräte und Fahrzeuge; sie erklären die technischen Besonderheiten und informieren über die erforderlichen Service-Intervalle.