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„Lehrling des Monats Oktober“ ist Anna Vötterl

Aktualisiert am
16.10.2026
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Anna absolviert ihre Lehrausbildung zur Pflegeassistenz bei der Hilfswerk Salzburg Seniorenheim GmbH in ihrer Heimatgemeinde Großgmain.

Von der Bautechnik in die Pflege

Eigentlich schien Annas berufliche Zukunft zunächst in der Bautechnik zu liegen. Inspiriert von ihrem älteren Bruder besuchte sie eine HTL mit diesem Schwerpunkt. Doch während der dritten Klasse merkte sie, dass dieser Weg nicht der richtige für sie war. „Ich habe festgestellt, dass meine Zukunft in der Pflege liegt und nicht in der Bautechnik, obwohl ich diese Thematik grundsätzlich spannend fand.“

Die Pflege kannte Anna bereits aus eigener Erfahrung: Seit ihrem 15. Lebensjahr absolvierte sie jeden Sommer ihre Ferialarbeit im Seniorenheim Großgmain. Als ihr nach der dritten Klasse der Einstieg in die damals neu eingeführte Pflegelehre angeboten wurde, musste sie nicht lange überlegen. Sie entschied sich für die Lehre zur Pflegeassistenz.

Praktische Erfahrungen erworben

Dass sie schon vor Beginn ihrer Lehre praktische Erfahrungen gesammelt hatte, war für Anna ein großer Vorteil. Auch ihr ehrenamtliches Engagement bei der Rettung, schon während der Schulzeit, kam ihr zugute. Den Umgang mit Patienten kannte sie dadurch ebenso wie viele Bewohner und Mitarbeiter des Seniorenheims.

Die Kombination aus Berufsschule und praktischer Ausbildung schätzt Anna besonders: „In der Schule lernt man Dinge, die man später in der Praxis wiedererkennt. Und umgekehrt versteht man durch die praktische Erfahrung vieles in der Theorie viel besser.“

Eine besondere Verbindung hat Anna zu vielen Bewohnern, denn als gebürtige Großgmainerin kennt sie auch zahlreiche ihrer Angehörigen. Umso größer ist die Freude, wenn sie montags von einem gemeinsamen Wochenende mit deren Kindern oder Enkelkindern erzählen und persönliche Grüße ausrichten kann.

Die persönliche Nähe zu den Bewohner ist Anna besonders wichtig. © WKS/Hechenberger

Die persönliche Entwicklung von Anna Vötterl steht beispielhaft für das Potenzial der Pflegelehre, ist Julia Spitzwieser von der Hilfswerk Salzburg Seniorenheim GmbH überzeugt. „Nachwuchsförderung ist eine der wichtigsten Aufgaben in der Pflege. Junge Menschen bringen neue Ideen, Motivation und frische Perspektiven in die Einrichtungen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Qualität der Betreuung. Anna Vötterl verkörpert diese Zukunft in besonderer Weise. Sie verbindet fachliche Neugier mit Engagement, Menschlichkeit, mit Herzlichkeit und Verantwortungsbewusstsein mit echter Freude an ihrem Beruf. Sie zeigt, dass gute Pflege nicht erst mit einigen Berufsjahren beginnt, sondern mit einer Haltung. Sie steht stellvertretend für eine neue Generation von Pflegekräften, die mit Kompetenz, Empathie und einer großen Neugierde die Zukunft der Langzeitpflege mitgestaltet.“

Sichere Berufsperspektive

„Der Weg von Anna Vötterl zeigt, wie gut das gelingen kann, wenn praktische Erfahrung, Engagement und die passende Ausbildung zusammenkommen. Mit der Pflegelehre steht heute ein Ausbildungsweg offen, der von Anfang an Theorie und Praxis verbindet und jungen Menschen eine sichere Perspektive in einem sinnstiftenden Beruf gibt“, betonte Bildungs- und Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi.

Bei der Überreichung der Urkunde (v. l.): Bürgermeister Martin Panzer, Hermann Hagleitner (GF Hilfswerk Salzburg), Landesrätin Daniela Gutschi, Lehrling Anna Vötterl, Elke Schmiderer (GF Hilfswerk Salzburg) und WKS-Präsident Peter Buchmüller. © WKS/Hechenberger

Anna hat neben ihrer Ausbildung zahlreichen Hobbys. Die meiste Zeit verbringt sie dabei in ihrer Heimatgemeinde und der näheren Umgebung. Seit ihrem 13. Lebensjahr spielt sie Klarinette und ist mittlerweile auch aktives Mitglied der örtlichen Musikkapelle. Darüber hinaus engagiert sie sich bei der Landjugend, den Schützen und den Walser Dirndln.

Mit dem Wunscherfüller möchte sich Anna eine kleine Reise gönnen und gleichzeitig in ihre Ausbildung investieren.