Medienfachmann / Medienfachfrau – Webdevelopment und audiovisuelle Medien (Audio, Video und Animation)

Lehrzeit: 3,5 – 4 Jahre

Einstiegsgehalt nach der Lehre: ca. 1.750,- bis 1.860,- €

Lehrberuf

  • Worum es geht

    Medienfachleute mit Schwerpunkt Webdevelopment und audiovisuelle Medien entwickeln und gestalten Websites und organisieren die Produktion von Audio-, Videobeiträgen und Animationen für die Webpräsenz ihrer Kund*innen.

    Sie erstellen Konzepte, Projektpläne und Kalkulationen, stimmen diese mit ihren Kund*innen ab und gestalten die Websites mit verschiedensten Software-Tools und Programmiersprachen für die Web-Entwicklung. Dabei arbeiten sie eigenständig, zusammen mit Berufskolleg*innen bzw. mit Spezialist*innen für Web-Design und -Entwicklung.

    Werden beim Webdevelopment auch Audio- und Videobeiträge und Animationen eingesetzt, übernehmen Medienfachleute mit Schwerpunkt Webdevelopment und audiovisuelle Medien das Konzept und die Organisation der Umsetzung gemeinsam mit Spezialist*innen für 2D- und 3D-Animationssequenzen bzw. Video- und Audioproduktion.

  • Wo man arbeitet

    Die Webpräsenz eines Unternehmens oder einer Institution ist heute wichtiger denn je. Medienfachleute mit Schwerpunkt Webdevelopment und audiovisuelle Medien entwickeln, gestalten und betreuen die gesamte Webpräsenz ihrer Kund*innen und organisieren die Produktion von Video-, Audio- oder Animationsbeträgen, die für die Website benötigt werden.

    Zu Beginn jedes Auftrags holen Medienfachleute mit Schwerpunkt Webdevelopment und audiovisuelle Medien die Bedürfnisse, Wünsche und Vorstellungen ihrer Kund*innen sowie Informationen über die Zielgruppe und, falls vorhanden, bereits bestehende Grafik- und Medienprodukte (Corporate Identity, Corporate Design) ein. Sie beraten ihre Kund*innen bzgl. der Umsetzung und entwickeln ein Konzept, definieren Ziele und Projektabläufe, kalkulieren Kosten und entwickeln Prototypen für die Präsentation. Nach Abstimmung mit den Kund*innen entwickeln sie die Websites eigenständig, zusammen mit Berufskolleg*innen sowie fallweise mit Spezialist*innen (z. B. Web-Designer*in, Grafik-Designer*in).

    Auf Basis von Content Management System (CMS) gestalten Medienfachleute mit Schwerpunkt Webdevelopment und audiovisuelle Medien das Front- und Backend der Websites mit speziellen Software-Tools, Datenbankanwendungen und Programmiersprachen z. B. Java, SQL oder HTML. Dabei berücksichtigen sie die aktuellen Standards und rechtlichen Grundlagen (z. B. Urheberrecht, Markenrecht, Datenschutz). Sie setzen die Screendesigns nach Konzept und Corporate Identity bzw. Corporate Design der Kund*innen um und optimieren sie für alle gängigen Browser und Geräte. Mit Spezialsoftware und Key Words führen sie Suchmaschinenoptimierung (SEO) durch und installieren Analyse- und Reportingtools zur Überprüfung der Klick-, Verweil- oder Download-Raten.

    Sollen für die Websites auch Video- und Audiobeiträge bzw. Animationen produziert werden, übernehmen Medienfachleute mit Schwerpunkt Webdevelopment und audiovisuelle Medien die Konzeption und organisieren die Umsetzung der Beiträge. Sie legen in Abstimmung mit ihren Kund*innen die Inhalte fest, entwickeln eigenständig oder mit Spezialist*innen Storyboards und Drehbücher und beauftragen Spezialist*innen aus dem Bereich Animation bzw. Audio- und Videoproduktion mit der Umsetzung bzw. arbeiten bei kleineren Produktionen selbst mit.

  • Womit man arbeitet

    Medienfachleute mit Schwerpunkt Webdevelopment und audiovisuelle Medien arbeiten an modernen Computerarbeitsplätzen mit spezieller Software zur Webentwicklung sowie Grafik- und Layoutsoftware. Sie bedienen Scanner, Drucker, Fax- und Kopiergeräte, digitale Foto- und Filmkameras, Aufnahmegeräte und Smartphones. Zu Präsentationszwecken verwenden sie Präsentationssoftware, Beamer, Laptops, Tablets, Flipcharts, Videos usw.

  • Wie man arbeitet

    Medienfachleute mit Schwerpunkt Webdevelopment und audiovisuelle Medien arbeiten in Büros zusammen mit Berufskolleg*innen und haben laufend Kontakt zu ihren Kund*innen. Je nach Konzept und Umfang der Websites, die sie entwickeln, arbeiten sie zusammen mit verschiedenen Spezialist*innen für Webentwicklung, Grafik und Multimedia z. B. Medienfachmann / Medienfachfrau – Grafik, Print, Publishing und audiovisuelle Medien (Audio, Video und Animation) (Lehrberuf), Grafik-Designer*in, Web-Designer*in, Multimedia-Designer*in, Multimedia-Konzeptionist*in, Multimedia-Programmierer*in, Multimedia-Projektmanager*in, Online-Redakteur*in, Content-Manager*in.

    Für die Produktion von Audio- und Videobeiträgen arbeiten sie zusammen mit Drehbuchautor*innen, Regisseur*innen, Schauspieler*innen, Trickfilmzeichner*in / Comic Zeichner*innen, Medienkomponist*innen, Tontechniker*innen, etc. und für Animationen zusammen mit 3D-Artist (m./w./d.), Computeranimateur*innen, Computer Visualist*innen, Multimedia-Designer*innen, etc.

  • Was man macht

    • Kund*innen beraten und Wünsche und Vorstellungen einholen
    • Zielgruppen bestimmen, Grafiken und Corporate Identity bzw. Corporate Design einholen
    • Konzept, Projektplan und Kalkulation erstellen
    • Konzept präsentieren und mit Kund*innen abstimmen
    • Websites nach den Kund*innenwünschen gestalten (Front- und Backend)
    • Content Management System (CMS) einrichten
    • Datenbanken einrichten, Plug-ins installieren
    • mittels Software-Anwendungen und Programmiersprachen die Funktionen der Websites einrichten
    • Web-Oberflächen nach Vorlage der Screendesigns umsetzten
    • Browser-, Geräte- und Suchmaschinenoptimierung (SEO) durchführen
    • Analysetools einrichten und Reports auswerten
    • Video- und Audiobeiträge sowie Animationen planen und organisieren
    • Produktion der Video- und Audiobeiträge sowie Animationen betreuen
  • Für wen man arbeitet

    • Multimedia- und Web-Agenturen
    • Medien- und Werbeagenturen
    • selbstständig in eigener Agentur
  • Ausbildungs­inhalte / Was man lernt

    Die Ausbildung im Lehrberuf Medienfachmann*frau im Schwerpunkt Webdevelopment und audiovisuelle Medien (Audio, Video und Animation) kann seit 1. Juni 2018 begonnen werden.

  • Wie man sich weiterbilden kann

    Medienfachleute mit Schwerpunkt Webdevelopment und audiovisuelle Medien sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der technischen Entwicklungen zu bleiben und das Fachwissen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.

    Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:

  • Was du mitbringen solltest

    Jeder Beruf erfordert ganz spezielle Sach- und Fachkenntnisse, die in der Ausbildung vermittelt werden. Daneben gibt es auch eine Reihe von Anforderungen, die praktisch in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören: Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit, genaues und sorgfältiges Arbeiten, selbstständiges Arbeiten, Einsatzfreude und Verantwortungsbewusstsein. Auch die Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit) und Lernbereitschaft sind heute kaum noch wegzudenken.

    Welche Fähigkeiten und Eigenschaften in DIESEM Beruf sonst noch erwartet werden, kann von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein. Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere Anforderungen, die häufig gestellt werden.

    Denk daran: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

      Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

    • gutes Sehvermögen (viel Lesen bzw. Arbeiten am Computer)

       

      Sachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

    • Anwendung und Bedienung digitaler Tools
    • Datensicherheit und Datenschutz
    • Gefühl für Farben und Formen
    • gestalterische Fähigkeit
    • gutes Augenmaß
    • kaufmännisches Verständnis
    • Präsentationsfähigkeit

       

      Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

    • Argumentationsfähigkeit / Überzeugungsfähigkeit
    • Aufgeschlossenheit
    • Kommunikationsfähigkeit
    • Kompromissbereitschaft
    • Kundinnen- / Kundenorientierung

       

      Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

    • Aufmerksamkeit
    • Begeisterungsfähigkeit
    • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
    • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
    • Freundlichkeit
    • Konzentrationsfähigkeit
    • Selbstorganisation
    • Selbstvertrauen / Selbstbewusstsein

       

      Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

    • gepflegtes Erscheinungsbild

       

      Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

    • interdisziplinäres Denken
    • komplexes / vernetztes Denken
    • Kreativität
    • Organisationsfähigkeit
    • Planungsfähigkeit
    • Problemlösungsfähigkeit
  • Was es noch gibt

    Verwandte Lehrberufe

    Durch die Verwandtschaftsregelung wird die Ausbildung in einem Lehrberuf auf Teile der Lehrzeit in anderen (verwandten) Lehrberufen angerechnet. Dadurch verkürzt sich die Lehrzeit bei der Ausbildung in einem weiteren Lehrberuf (oder auch beim Wechsel auf einen verwandten Lehrberuf).

    Bei folgenden verwandten Lehrberufen verkürzt sich die Lehrzeit im Ausmaß der angegebenen Lehrjahre. (Beispiel: Der Eintrag „1. voll“ bedeutet z. B., dass sich die Lehrzeit im verwandten Lehrberuf um ein Jahr verkürzt.)

    • Druckvorstufentechnik (Lehrberuf), „1. voll“
    • E-Commerce-Kaufmann / E-Commerce-Kauffrau (Lehrberuf), „1. voll“
    • Reprografie (Lehrberuf), „1. voll“

    Alternativen (Auswahl)

    Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

    Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

    • Berufsfotograf*in (Lehrberuf), „1. voll“
    • Blogger*in
    • Computer Visualist*in
    • Computeranimateur*in
    • Content-Manager*in
    • Digital-Marketing-Specialist (m./w./d.)
    • Druckvorstufentechnik (Lehrberuf), „1. voll“
    • E-Commerce-Kaufmann / E-Commerce-Kauffrau (Lehrberuf), „1. voll“
    • Game Developer (m./w./d.)
    • Grafik-Designer*in
    • Interface-Designer*in
    • Multimedia-Designer*in
    • Multimedia-Konzeptionist*in
    • Multimedia-Programmierer*in
    • Multimedia-Projektmanager*in
    • Reprografie (Lehrberuf), „1. voll“
    • Web-Designer*in
    • Web-Master (m./w./d.)
    • Youtuber (m./w./d.)
  • Lehre und Matura

    Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Lehre und vier weiteren Prüfungen erlangst du die Berufsmatura (Berufsreifeprüfung). Diese öffnet dir den Zugang zu Universitäts- und Fachhochschulstudien. Außerdem ermöglicht sie zusätzliche Karrierewege im erlernten Beruf, aber auch außerhalb des bisherigen Berufsfeldes.

    Und so geht es:

    Die Berufsmatura besteht aus vier Teilprüfungen: Deutsch (schriftlich und mündlich) und Mathematik (schriftlich), eine lebende Fremdsprache (schriftlich oder mündlich) und ein Fachbereich (schriftliche Prüfung oder Projektarbeit und mündliche Prüfung). Der Fachbereich ist ein Thema aus dem Berufsfeld des Kandidaten/der Kandidatin.

    Wie funktioniert die Vorbereitung?

    Die Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung erfolgt in Vorbereitungskursen, die von Erwachsenenbildungseinrichtungen (z. B. WIFI, BFI, Volkshochschulen), Berufsschulen oder höheren Schulen (z. B. AHS, HAK, HTL, HLW) angeboten werden. In solchen Lehrgängen können auch die jeweiligen Teilprüfungen abgelegt werden. Drei der vier Teilprüfungen können bereits während der Lehre abgelegt werden. Zur letzten Teilprüfung kannst du nach erfolgreichem Lehrabschluss, aber nicht vor dem 19. Geburtstag antreten.

    Durch ein Förderprogramm, können die Vorbereitungskurse und die Prüfung seit September 2008 in ganz Österreich kostenlos angeboten werden. Zur konkreten Ausgestaltung der Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung bestehen in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Modelle. Informationen bieten u. a. die Bildungseinrichtungen und die Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammern.

    Link: Häufig gestellte Fragen!

  • Selbst­ständigkeit

    Selbstständigkeit

    Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist z. B. gegeben durch:

    Freies Gewerbe:

    • Werbeagentur
    • Werbearchitekt
    • Werbegrafik-Designer
    • Werbemittelverteiler
    • Public Relations-Berater (PR-Berater)
    • Werbetexter
    • Werbungsvertreter
    • Adressverlage und Direktmarketingunternehmen
    • Markt- und Meinungsforscher
    • Multimedia-Agentur
    • Dienstleistungen in der automatischen Datenverarbeitung und Informationstechnik

    Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.

    Liste der Freien Gewerbe:

    ALLGEMEINE HINWEISE:

    Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
    Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

    • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
    • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
    • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

    In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.

    Weitere Informationen und Kontakte:

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