Fahrradmechatronik

Lehrzeit: 3 Jahre

Einstiegsgehalt nach der Lehre: ca. 2.130,- bis 2.160,- €

Lehrberuf

  • Worum es geht

    Die Ausbildung im Lehrberuf Fahrradmechatronik ist ab 1. August 2019 möglich.

    Fahrradmechatroniker*innen reparieren und warten Fahrräder. Dabei tauschen sie abgenutzte oder beschädigte mechanische, immer öfter aber auch elektronische Einzelteile aus, erneuern sie und überprüfen ihre Funktionstüchtigkeit. Sie nehmen regelmäßig das Service an Fahrrädern vor, tauschen Bremsseile, reinigen Ketten und sorgen dafür, dass die Räder auch nach längerem Gebrauch noch verkehrstüchtig sind. Dabei verwenden sie mechanische und elektronische Messgeräte und hantieren mit Werkzeugen wie Schraubenziehern, Schraubenschlüssel und Zangen. Häufig sind sie in Fahrradwerkstätten und im Handel tätig, in denen sie Kundinnen und Kunden auch Fahrräder verkaufen und dazu beraten.

     

  • Wo man arbeitet

    Durch die technischen Entwicklungen zum E-Bike, vielfache Spezialangebote, immer höherwertigere Ausstattung bei Rädern und generell einen starken Trend zum Radsport und dem Fahrrad als alternative Fortbewegungsmöglichkeit im städtischen Gebiet, ist die Tätigkeit von Fahrradmechatroniker*innen heute wieder stark gefragt.

    Ob es sich um ein E-Bike, Rennrad oder Mountainbike handelt – Fahrradmechatroniker*innen reparieren und warten in erster Linie Fahrräder, aber auch ähnliche Geräte wie Scooter und E-Scooter, Longboard, Hover-Boards und Segways. Dabei tauschen sie Reifen, Schläuche, Ventile und Bremsen und Bremsseile aus, erneuern Bremsbeläge, spannen Speichen nach und montieren Lichter, Gangschaltungen, Tachos und anderes Zubehör. Am Rahmen der Räder führen sie gelegentlich auch Schweißarbeiten durch. Fahrradmechatroniker*innen haben es mit einer breiten Palette an Fahrzeugen zu tun und müssen daher mit unterschiedlichen Techniken vertraut sein. So gewinnt etwa die Hydraulik und Elektronik beispielsweise bei Schaltungs- und Dämpfersystemen an Bedeutung, bei E-Bikes, E-Scooter und Segways hantieren Fahrradmechatroniker*innen auch mit Teilen von Elektromotoren und deren Akkus. Durch den zunehmenden Einsatz von elektronischen Bauteilen wird auch die Prüfung und Fehlersuche mit elektronischen Prüf- und Messgeräten immer wichtiger.

    Fahrradmechatroniker*innen stellen die Fahrräder bzw. ähnliche Fahrgeräte auf den jeweiligen Kundenbedarf ein und richten sie auch für die ergonomischen Anforderungen des Kunden/die Kundin her. Sie führen an allen Bauteilen Service und Reparaturarbeiten durch, tauschen Verschleißteile oder defekte/kaputte Teile aus und prüfen alle Teile auf Funktions- und Verkehrstüchtigkeit. Außerdem bauen sie aus Einzelteilen Fahrräder oder andere Fahrgeräte zusammen. Dabei können sie auf spezielle Kundenwünsche und Ansprüche besonders gut eingehen, z. B. höhere Belastbarkeit für Rahmen und Federung, Anhängevorrichtungen, Vorrichtungen für spezielle Transportmöglichkeiten.

    Wichtiger Teil der Tätigkeit von Fahrradmechatroniker*innen ist die Kundenberatung. Sie informieren und beraten Kundinnen und Kunden über verschiedene Fahrzeuge und Alternativen. Sie erheben den Kundenwunsch und die Ansprüche der Kunden, um das passende Fahrrad (oder alternative Fahrgerät) auszuwählen. Dabei informieren sie die Kundinnen und Kunden über die Einsatzmöglichkeiten, Belastbarkeit, Pflege der Fahrgeräte, geben Einschulungen zu wichtigen Funktionen und weisen besonders auf Sicherheitsvorschriften hin. Besonders die Handhabung von E-Bikes, E-Scootern oder Segways, Schaltungen, Aufladen und Wartung von Elektromotoren spielen dabei eine wichtige Rolle.

    Fahrradmechatroniker*innen sind meistens in Fahrradwerkstätten sowie im Handel für Fahrräder und Sportgeräte tätig. Dort beraten sie ihre Kundinnen und Kunden mitunter auch als Fachverkäufer über Fahrräder und Zubehöre, die sie dann verkaufen.

  • Womit man arbeitet

    Fahrradmechatroniker*innen arbeiten mit unterschiedlichsten Fahrgeräten wie Fahrräder, E-Bikes, Scooter und E-Scooter, Segways, Longboards und Hover-Boards und deren Zubehör wie Ketten, Rädern, Sättel, Bremsen und Bremsseilen, Tachos, Kilometerzähler, Elektromotoren und anderem teils elektronischem Zubehör. Für diese Tätigkeiten hantieren sie mit verschiedenem Werkzeug, etwa Schraubenschlüsseln, Zangen, Pumpen sowie elektronischen Mess- und Prüfgeräten. Immer wichtiger werden der Umgang und die Wartung von Elektroantrieben von E-Bikes, wofür ganz spezielle Kenntnisse in Elektrotechnik, Elektronik und Hydraulik erforderlich sind.

    Fahrradmechatroniker*innen benötigen für den Umgang mit Kleinteilen eine gewisse Fingerfertigkeit. Sie werden besonders wegen der Verwendung von Ölen, Fetten und Schmiermittel auch schmutzig und tragen deshalb meistens auch eine spezielle Arbeitskleidung. In der Abwicklung von Bestellungen arbeiten sie häufig mit Computern, Laptop und Telefon, für den Verkauf auch mit Kassensystemen. In der Kommunikation mit Kundinnen und Kunden kommen gängige Kommunikationsgeräte wie Telefon und Mobiltelefon, aber auch E-Mail und Messengerdienste zum Einsatz. Auch den Umgang von Online-Bestellsysteme und Webshops sollten Fahrradmechatroniker*innen beherrschen.

  • Wie man arbeitet

    Fahrradmechatroniker*innen arbeiten meist in Fahrradwerkstätten und Servicewerkstätten von Fahrrad- und Sportgeschäften. Dort kommunizieren sie zur Koordination mit Berufskolleginnen und -kollegen, aber auch mit Verkäufer*innen (siehe z. B. Einzelhandel – Sportartikel (Lehrberuf)), für Beratung und Verkauf mit Kundinnen und Kunden und für Bestellungen und Lieferungen mit Geschäftspartner*innen aus dem Fachgroßhandel. Sie haben direkten Kontakt zu ihren Kundinnen und Kunden und beraten diese z. B. über die richtige Pflege der Räder, sinnvolle Zusatzausstattung usw.

  • Was man macht

    • Fahrräder und ähnlichen Fahrgeräte (z. B. Scooter, E-Scooter, Longboards, Hover-Boards, Segways) und einzelnen Baugruppen (z. B. Beleuchtungsanlage, Rahmen, Bremsanlagen, Schaltungen usw.) sowie deren Zubehör instandhalten und warten
    • Fahrräder und ähnlichen Fahrgeräte an Kundenwünsche und ergonomische Anforderungen anpassen
    • Fahrradkomponenten insbesondere die Fahrradbereifung kontrollieren
    • einzelne Baugruppen wie Beleuchtungsanlagen, Bremsanlagen, Schaltungen, Dämpfer und Federgabeln überprüfen, demontieren und montieren sowie Fahrräder und ähnliche Fahrgeräte aus einzelnen Komponenten zusammenbauen
    • mechanische, elektrische, elektronische oder hydraulische Bauteile ausbauen, einbauen und prüfen
    • Fehlern suchen, analysieren und beheben
    • Prüf-, Ausbau-, Montage-, Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten an Zusatzantrieben wie Elektromotoren und Kraftübertragungseinrichtungen sowie an elektrischen und elektronischen Anlagen von Fahrrädern und ähnlichen Fahrgeräten durchführen
    • Kunden und Kundinnen informieren und beraten, z. B. über Bremsanlagen, Schaltungen, Bereifung, Pflege und Wartung von Fahrrädern und ähnlichen Fahrgeräten usw.; Zusatzleistungen anbiete
  • Für wen man arbeitet

    • Fahrradwerkstätten
    • Fahrrad- und Sporthandel
    • Unternehmen in der Fahrradherstellung
    • gewerbliche Zweiradfachgeschäfte und -werkstätten
    • Kfz-Werkstätten
    • Unternehmen der Kraftfahrzeugindustrie (Herstellung von Zweiräder)
    • Fuhrparks von Betrieben in der Freizeitwirtschaft und von Tourismusbetrieben
  • Ausbildungs­inhalte / Was man lernt

    Die Ausbildung im Lehrberuf Fahrradmechatronik ist ab 1. August 2019 möglich.

    Wichtige Ausbildungsinhalte:

    • Grundlagen der Mechanik
    • Betriebs-, Werks- und Hilfsstoffe
    • Vorrichtungen, Werkzeuge und Maschinen
    • Arbeitsablauf und Qualitätskontrolle
    • Kenndaten der Fahrradrahmen
    • Kraftübertragung (Schaltung, Antriebseinheit,…)
    • Bremsanlage (Hydraulisch, Seilzug, …)
    • Federgabeln und Dämpfersysteme
    • allgemeine Fahrradmechatronik inklusive Zubehör
    • Zusatzantriebe
    • Fehleranalyse am Fahrrad mit Kundenumgang
    • Längen-, Flächen, Volums- und Winkelberechnungen
    • Berechnungen zur Mechanik (z. B. Reibung, Kraft, …)
    • Berechnungen zur Übersetzung und Schaltung (z. B. Übersetzungsverhältnisse, …)
    • einfache Berechnungen zur Elektrotechnik (z. B. Beleuchtungsanlage, …)
    • Zustandserhebung und Fehlersuche an Fahrrädern und einem ähnlichen Fahrgeräten
    • Durchführen von Demontage-, Montage-, Prüfungs-, Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten
    • Durchführen von Prüf-, Ausbau-, Montage-, Instandsetzungs- oder Wartungsarbeiten an der elektrischen und elektronischen Anlage eines Fahrrades und ähnlicher Fahrgeräte (z. B. Spannungserzeuger, Verbraucher, Beleuchtung) sowie an Einzelbaugruppen wie z. B. Batterien, Generatoren, Leuchtmittel, Diebstahlschutzsysteme
  • Wie man sich weiterbilden kann

    Weiterbildung ist für Fahrradmechatroniker*innen angesichts der rasanten technischen Entwicklungen und Veränderungen beispielsweise in den Materialien eine Muss. Neben technischen Bereichen bieten sich aber auch kaufmännische Themen und Kundenberatung als wichtige Weiterbildungsbereiche an.

    Weiterbildungsbereiche für Fahrradmechatroniker*innen sind beispielsweise:

    • neue Geräte und Fahrzeuge
    • neue Werkstoffe und Materialien
    • e-Mobilität: Elektromotoren, Speichertechnologien, Akkus
    • Hydraulik, Pneumatik, Eletronik
    • digitale Mess- und Prüfverfahren
    • Kundenberatung und Reklamationsmanagement
    • Qualitätsmanagement
    • Datensicherheit, Datenschutz, Privacy
    • Sicherheitsvorschriften, Straßenverkehrsordnung
    • Unternehmensführung

    Weiterbildungsmöglichkeiten für Fahrradmechatroniker*innen bieten beispielsweise die Angebote des Wirtschaftsförderungsinstitutes (WIFI) und des Berufsförderungsinstitutes (bfi) aber auch anderer Weiterbildungseinrichtungen.

    Möglichkeiten zur beruflichen Höherqualifizierung bieten facheinschlägige Vorbereitungs- und Aufbaulehrgänge an berufsbildenden höheren Schulen oder Werkmeisterschulen für Berufstätige. Mit dem Abschluss eines Aufbaulehrganges ist neben einer höheren Fachqualifikation außerdem die Matura verbunden, die ein Studium an Fachhochschulen und Universitäten ermöglicht. Auch die Berufsreifeprüfung (insb. Lehre mit Matura) oder eine Studienberechtigungsprüfung ermöglichen den Zugang zum Studium.

    Nach mehrjähriger beruflicher Erfahrung und entsprechenden Weiterbildungen können Fahrradmechatroniker*innen zu Teamleiter*innen oder Werkstättenleiter*innen aufsteigen und führen als solche Mitarbeiter*innen und Teams. Die berufliche Selbstständigkeit ist im Rahmen des freien Gewerbes Fahrradtechnik ebenfalls möglich.

    Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:

  • Was du mitbringen solltest

    Jeder Beruf erfordert ganz spezielle Sach- und Fachkenntnisse, die in der Ausbildung vermittelt werden. Daneben gibt es auch eine Reihe von Anforderungen, die praktisch in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören: Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit, genaues und sorgfältiges Arbeiten, selbstständiges Arbeiten, Einsatzfreude und Verantwortungsbewusstsein. Auch die Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit) und Lernbereitschaft sind heute kaum noch wegzudenken.

    Welche Fähigkeiten und Eigenschaften in DIESEM Beruf sonst noch erwartet werden, kann von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein. Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere Anforderungen, die häufig gestellt werden.

     

    Denk daran: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

     

    Sachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

    • Anwendung und Bedienung digitaler Tools
    • Datensicherheit und Datenschutz
    • handwerkliche Geschicklichkeit
    • räumliches Vorstellungsvermögen
    • technisches Verständnis
    • Zahlenverständnis und Rechnen

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

    • Aufgeschlossenheit
    • Kommunikationsfähigkeit
    • Kontaktfreude
    • Kundinnen- / Kundenorientierung

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

    • Aufmerksamkeit
    • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
    • Freundlichkeit
    • Umweltbewusstsein

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

    • Organisationsfähigkeit
    • Problemlösungsfähigkeit
    • Prozessverständnis
    • systematische Arbeitsweise
  • Was es noch gibt

    Verwandte Lehrberufe

    Durch die Verwandtschaftsregelung wird die Ausbildung in einem Lehrberuf auf Teile der Lehrzeit in anderen (verwandten) Lehrberufen angerechnet. Dadurch verkürzt sich die Lehrzeit bei der Ausbildung in einem weiteren Lehrberuf (oder auch beim Wechsel auf einen verwandten Lehrberuf).

    Bei folgenden verwandten Lehrberufen verkürzt sich die Lehrzeit im Ausmaß der angegebenen Lehrjahre. (Beispiel: Der Eintrag „1. voll“ bedeutet z. B., dass sich die Lehrzeit im verwandten Lehrberuf um ein Jahr verkürzt.)

    • Einzelhandel – Sportartikel (Lehrberuf)
    • Elektronik (Modullehrberuf)
    • Elektrotechnik (Modullehrberuf)
    • Karosseriebautechnik (Lehrberuf)
    • Kraftfahrzeugtechnik (Modullehrberuf), „1. voll“
    • Lackiertechnik (Lehrberuf)
    • Land- und Baumaschinentechnik – Baumaschinen (Lehrberuf), „1. voll“
    • Land- und Baumaschinentechnik – Landmaschinen (Lehrberuf), „1. voll“
    • Mechatronik (Modullehrberuf), „1. voll“
    • Metallbearbeitung (Lehrberuf), „1. voll“
    • Metalltechnik (Modullehrberuf), „1. voll“
    • Mobilitätsservice (Lehrberuf)
    • Sportgerätefachkraft (Lehrberuf), „1. voll“

    Alternativen (Auswahl)

    Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

    Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

    • Einzelhandel – Kraftfahrzeuge und Ersatzteile (Lehrberuf)
    • Einzelhandel – Sportartikel (Lehrberuf)
    • Elektronik (Modullehrberuf)
    • Elektrotechnik (Modullehrberuf)
    • Energietechniker*in
    • Fahrzeugbautechniker*in
    • Freizeitberater*in
    • Karosseriebautechnik (Lehrberuf)
    • Kraftfahrzeugtechnik (Modullehrberuf), „1. voll“
    • Lackiertechnik (Lehrberuf)
    • Land- und Baumaschinentechnik – Baumaschinen (Lehrberuf), „1. voll“
    • Land- und Baumaschinentechnik – Landmaschinen (Lehrberuf), „1. voll“
    • Mechatronik (Modullehrberuf), „1. voll“
    • Mechatroniker*in
    • Metallbearbeitung (Lehrberuf), „1. voll“
    • Metalltechnik (Modullehrberuf), „1. voll“
    • Mobilitätsberater*in
    • Mobilitätsservice (Lehrberuf)
    • Sportgerätefachkraft (Lehrberuf), „1. voll“
    • Sportgerätehersteller*in / Sportgerätemonteur*in
    • Sporttechnologe / Sporttechnologin
    • Zweiradtechniker*in
  • Lehre und Matura

    Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Lehre und vier weiteren Prüfungen erlangst du die Berufsmatura (Berufsreifeprüfung). Diese öffnet dir den Zugang zu Universitäts- und Fachhochschulstudien. Außerdem ermöglicht sie zusätzliche Karrierewege im erlernten Beruf, aber auch außerhalb des bisherigen Berufsfeldes.

    Und so geht es:

    Die Berufsmatura besteht aus vier Teilprüfungen: Deutsch (schriftlich und mündlich) und Mathematik (schriftlich), eine lebende Fremdsprache (schriftlich oder mündlich) und ein Fachbereich (schriftliche Prüfung oder Projektarbeit und mündliche Prüfung). Der Fachbereich ist ein Thema aus dem Berufsfeld des Kandidaten/der Kandidatin.

    Wie funktioniert die Vorbereitung?

    Die Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung erfolgt in Vorbereitungskursen, die von Erwachsenenbildungseinrichtungen (z. B. WIFI, BFI, Volkshochschulen), Berufsschulen oder höheren Schulen (z. B. AHS, HAK, HTL, HLW) angeboten werden. In solchen Lehrgängen können auch die jeweiligen Teilprüfungen abgelegt werden. Drei der vier Teilprüfungen können bereits während der Lehre abgelegt werden. Zur letzten Teilprüfung kannst du nach erfolgreichem Lehrabschluss, aber nicht vor dem 19. Geburtstag antreten.

    Durch ein Förderprogramm, können die Vorbereitungskurse und die Prüfung seit September 2008 in ganz Österreich kostenlos angeboten werden. Zur konkreten Ausgestaltung der Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung bestehen in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Modelle. Informationen bieten u. a. die Bildungseinrichtungen und die Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammern.

    Link: Häufig gestellte Fragen!

  • Selbst­ständigkeit

    Selbstständigkeit

    Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist beispielsweise gegeben durch:

    Freie Gewerbe:

    • Fahrradtechnik

    Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.

    Liste der Freien Gewerbe:

     

    ALLGEMEINE HINWEISE:

    Mit Ausnahme der freien Berufe (und neuen Selbstständigen) sowie der Landwirtschaft brauchst du für jede Tätigkeit, die du selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst eine Gewerbeberechtigung. Diese erhältst du durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
    Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

    • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
    • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
    • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

    In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.

    Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt/Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt/-anwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessenvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist*in, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.

     

    Weitere Informationen und Kontakte:

Noch nichts Richtiges gefunden?
Filtere die Lehrberufe nach deinen Vorlieben oder stöbere in den Branchen. Vielleicht sagt dir das mehr zu: